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sur le développement des zones arides et semi-arides

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2016

Gestion responsable de l’eau et en bois de chauffage (Ethiopie)

Ethiopie

Entraide Protestante Suisse (EPER)

Titre : Gestion responsable de l’eau et en bois de chauffage (Ethiopie)

Sorgfältiger Umgang mit Wasser und Brennholz

Pays : Ethiopie

Date : 2016

Localisation : Äthiopien, Bundessaat Oromia, Distrikt Kofele, Kebeles Chatimena Wolensu und Keransa

N° de projet EPER : 706.371

Contexte
Die Bevölkerung im Distrikt Kofele gehört zur Ethnie der Arsi Oromo und lebt fast ausschliesslich von der landwirtschaftlichen Produktion. Angebaut wird Weizen, Gerste und Teff, eine Art Zwerghirse, für die Selbstversorgung und in geringem Ausmass auch für die lokale Vermarktung. Der Ackerbau löst die traditionelle Viehzucht mehr und mehr ab, die früher je nach Verfügbarkeit von Trinkwasser für Mensch und Tier zu einer starken saisonalen Migration führte. Deshalb gehören nun die immer knapper werdenden Wasser- und Landaufkommen bei gleichzeitigem Bevölkerungswachstum zu den grössten Sorgen der Bevölkerung. Die Situation wird zusätzlich durch die damit einhergehende Abholzung und die schwindende Bodenfruchtbarkeit infolge Übernutzung, Erosion und Monokulturen verschlimmert. Für das alltägliche Zusammenleben ist die traditionelle, soziale Organisation bis heute von grosser Bedeutung. Die Ältesten in den Dorfgemeinschaften haben eine grosse Autorität und sind auch bei Konflikten innerhalb und zwischen Dorfgemeinschaften zuständig. Die grosse Mehrheit der Bevölkerung in der West Arsi Zone ist muslimisc

Objectifs
Das übergeordnete Ziel des Projekts besteht einerseits darin, der Bevölkerung den Zugang zu Trinkwasser zu verschaffen und andererseits die Abholzung mit den verbundenen Folgeschäden zu reduzieren. Deshalb ermöglichte HEKS zum einen im Rahmen eines grossen Wasserprojekts im Verlauf der letzten fünf Jahre die Errichtung einer Wasserversorgung, die heute über 15 000 Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser ermöglicht. Für die Organisation und Wartung dieses Trinkwassersystems braucht es lokale Wasserkomitees. Das konkrete Ziel des Projekts besteht nun in der Aus- und Weiterbildung deren Mitglieder, um sie zu stärken und sie gut auf ihre Aufgaben vorzubereiten. Da es in der Region weitestgehend an Brennholz fehlt, wird zum Kochen in den meisten Haushalten getrockneter Kuhmist verwendet. Deshalb besteht ein zweites konkretes Projektziels darin, eine Gruppe von Frauen und Männern mit den benötigten Materialien auszustatten und sie zum Bau von Holzsparöfen anzuleiten, die das benötigte Brennmaterial auf einen Drittel reduzieren. Um den Familien mittelfristig einen Ersatz für den Kuhmist als Brennstoff zu ermöglichen, werden um die Hausparzellen geeignete Jungpflanzen für eine spätere Brennholznutzung angepflanzt. Davon abgesehen werden die ausgewählten Familien bei der Anschaffung von Solarlampen für ihre Häuser unterstützt.

Bénéficiaires
Zu den direkt Begünstigten gehören 300 sorgfältig ausgewählte Familien, wobei Haushalte von allein erziehenden Frauen bevorzugt werden. Da sich jede Familie dazu verpflichtet, ihr Wissen und Können an fünf weitere weiterzugeben, erweitert sich der Kreis der Begünstigten entsprechend. Ebenfalls begünstigt sind die rund 200 Mitglieder der Wasserkomitees sowie andere wichtige Personen des alltäglichen Lebens, wie etwa die Dorfältesten und das Lehrpersonal der Schulen. Durch die Sensibilisierungsaktivitäten hat das Projekt ausserdem eine Ausstrahlung über die gesamte Bevölkerung, womit rund 15 000 Personen erfasst sind. Sie werden befähigt, mittelfristig ohne Hilfe von aussen einen sicheren Zugang zu Wasser für die Bevölkerung ihrer Dörfer sicherstellen zu können

Activités
Für die Implementierung der beiden Projektkomponenten sind die Projektmitarbeitenden, darunter ein Fachmitarbeiter im Bereich Ressourcenschutz, zuständig. In ihrem Verantwortungsbereich liegt einerseits die Ausbildung einer Gruppe von zehn Personen im Bau von Holzsparöfen, wie auch die Zusammenarbeit mit den 300 Familien, die sich am Projekt beteiligen und bereit sind, die nötige Eigenleistung zu erbringen. Andererseits gehören das Training der beteiligten Personen, das Organisieren der Baumaterialien und die fachgerechten Installationen dazu sowie die Beschaffung der Jungpflanzen von Nutzholz- und Fruchtbäumen. Den beteiligten Familien wird das nötige Wissen zur Pflege von Jungbäumen mittels praktischer Übungen und Beratungen vermittelt. Die Aus- und Weiterbildung der Wasserkomitees erfolgt durch Workshops, praktische Übungen und Besuchen von gut organisierten und funktionierenden Wasserversorgungen in der näheren und weiteren Umgebung. Ein wichtiger Aspekt in allen Aktivitäten ist die Sicherstellung einer guten Koordination mit den zuständigen Regierungsstellen auf der Distriktebene. Nachhaltige Veränderungen können nur erreicht werden, wenn auch die staatlichen Akteure in die Prozesse einbezogen sind

Partenaires  : ROBA, Rural Organization for Betterment of Agro-pastoralists, Kofele und Addis Abeba.

Budget 2016 : CHF 91 000.–

Présentation : HEKS/EPER

Page publiée le 26 mars 2017, mise à jour le 15 avril 2018