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sur le développement des zones arides et semi-arides

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2015

Familienväter für Gesundheit und Hygiene sensibilisieren (Niger)

Niger

Entraide Protestante Suisse (EPER)

Titre : Familienväter für Gesundheit und Hygiene sensibilisieren (Niger)

Pays : Niger

Date : 2015

Localisation : Niger, Region Tahoua, Departemente Konni, Illéla und Malbaza und Region Maradi, Departament Mayayi

N° de projet HEKS : 756.349

Contexte
Niger hat eine der höchsten Kindersterblichkeitsraten weltweit, vor allem in den ländlichen Gebieten. Jedes siebte Kind unter fünf Jahren stirbt an den Folgen von Krankheit und Unterernährung. Grund dafür ist der Mangel an sauberem Wasser, an sanitären Einrichtungen und an funktionierenden Gesundheitszentren. Bei der Verbesserung der Gesundheit von Kleinkindern spielt die Sensibilisierung der Bevölkerung für Gesundheits- und Hygienethemen nebst den notwendigen Infrastrukturen für die Wasserversorgung und sanitären Einrichtungen eine entscheidende Rolle. Insbesondere gilt es, neben den Müttern auch die Ehemänner über den Zusammenhang zwischen Hygiene und Gesundheit zu informieren. Oft sind es nämlich die Ehemänner, die über Anschaffungen von Hygieneartikeln, den Bau einer Latrine oder den Besuch eines Gesundheitszentrums entscheiden. Dieses Projekt richtet sich darum in erster Linie an Männer. Frauen werden aber auch miteinbezogen. Indem das Projekt Familienväter für Hygiene- und ­Gesundheitsthemen­sensibilisiert,­ergänzt­es­zwei­andere­von­HEKS­­finanzierte Projekte, die mit dem Bau von Latrinen, Brunnen und Waschgelegenheiten in Schulen und Gesundheitszentren die sanitären Verhältnisse und den Zugang zu sauberem Wasser verbessern.

Objectifs
Das Projekt hat zum Ziel, die Kindersterblichkeit in 22 Dörfern zu senken. Die Sensibilisierung für die Wichtigkeit von bestimmten Handlungen zur Verbesserung der Hygiene soll eine Änderung des alltäglichen Verhaltens erwirken. Die Begünstigten werden für hygienische Massnahmen wie die Benutzung von Seife beim Händewaschen vor und nach bestimmten Arbeiten oder für die Vorteile von Latrinen im eigenen Haus gegenüber der Verrichtung der ihrer Geschäfte im Freien sensibilisiert. Und sie lernen, wie sie Krankheitssymptome möglichst früh erkennen können. Es gilt, die Familienväter zu überzeugen, die dafür nötigen Ausgaben in ihr Budget zu integrieren und bei Krankheitsfällen den Müttern und ihren Kindern den Besuch des Gesundheitszentrums zu ermöglichen. Ein weiteres Ziel ist es, gemeinsam mit der Bevölkerung die Behörden zu überzeugen, neue Gesundheitszentren zu bauen und die bestehenden Gesundheitszentren mit den nötigen­Ressourcen­(Medikamente,­qualifiziertes­Personal)­auszurüsten.

Bénéficiaires  : Begünstigt sind rund 50 000 BewohnerInnen aus 22 Dörfern.

Activités
In den 22 Dörfern des Projektgebiets werden sogenannte « Schulen für Ehe männer » gegründet (« Ecoles des maris »). Jede Schule besteht aus acht bis zwölf Männern. Die Dörfer wählen die « Schüler » auf demokratische Weise und aufgrund nach bestimmtenr Kriterien aus : Zum Beispiel müssen die Männer verheiratet sein,und mindestens 25 Jahre alt sein, sie müssen ihre Kinder zur Schule schicken und bereit sein, Freiwilligenarbeit zu leisten. Sie sollen aber auch einen guten Ruf haben und den Respekt der Dorf bewohnerInnen geniessen. Die « Schüler » erhalten eine Ausbildung zu den wichtigsten Hygienefragen. Diese ist auf die jeweilige Realität in den Dörfern ausgerichtet. Danach beginnen die ausgewählten Ehemänner die Sensibilisierungsarbeit in den Haushalten und an öffentlichen Anlässen. Alle zwei Wochen treffen sie sich und berichten über ihre Erfahrungen, Schwierigkeiten und Probleme. Jeden­Monat­finden­Debatten­zu­verschiedenen­Themen­statt :­Frauen,­J­ugendliche,Dorfchefs, religiöse Führer, Gesundheitspersonal, Hebammen und die Mitglieder der Schulen für Ehemänner diskutieren über Hygiene, Gesundheit und nötige Verbesserungsmassnahmen.

Partenaires  : SongES

Budget 2016 : CHF 130 000.–

Présentation : HEKS/EPER

Page publiée le 8 juillet 2017, mise à jour le 11 avril 2018