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sur le développement des zones arides et semi-arides

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2016

Des éleveurs de bétail du Ferlo s’organisent (Sénégal)

Sénégal

Entraide Protestante Suisse (EPER)

Titre : Des éleveurs de bétail du Ferlo s’organisent (Sénégal)

Viehzüchterfamilien in Ferlo organisieren sich

Pays : Sénégal

Date : 2016

Localisation : Senegal, Ferlo

N° de projet HEKS : 764.305

Contexte
Das dünn besiedelte Gebiet des Ferlo im Nordosten von Senegal umfasst 70 000 Quadratkilometer und gehört zur Sahelzone. Bewohnt wird es hauptsächlich von nomadisierenden Viehzüchterfamilien des Peulh-Volks, aber auch von Wolof, Sérèr und Mauren. Das Gebiet ist geprägt von schwierigen klimatischen Bedingungen. Es regnet wenig und unregelmässig, sodass die Menschen und ihre Viehherden immer wieder Dürren ausgesetzt sind. Gleichzeitig fehlt es in der Region an grundlegenden Infrastrukturen wie Schulen, Wasserversorgung und Krankenstationen. Zusätzlich üben Ackerbauern und Investorinnen, die ihre Anbauflächen ausdehnen wollen, Druck auf die nomadischen Viehzüchterfamilien aus. HEKS unterstützt die Initiativen von Viehzüchterfamilien, die ihre Lebensgrundlagen verbessern und die lokale Entwicklung selbst in die Hand nehmen wollen. Die Familien haben sich bereits zu dörflichen Basis- und Frauengruppen zusammengeschlossen. Oft fehlt es ihnen jedoch an genügend Erfahrung, Wissen und Mitteln, um transparente und gut funktionierende Organisationsstrukturen aufzubauen.

Objectifs
Ziel des Projekts ist der Aufbau von eigenständigen und demokratischen Basis- und Frauenorganisationen, die den lokalen Entwicklungsprozess im Ferlo mittragen und fördern. Die Strukturen der Organisationen sollen so aufgebaut sein, dass sie einerseits die Interessen ihrer Mitglieder transparent vertreten und andererseits die kompetente Mitsprache bei der Ausarbeitung von lokalen Entwicklungsplänen ermöglichen. Die lokale HEKS-Partnerorganisation « Centre d’Études de Recherche et de Formation en Langues Africaines » (CERFLA) unterstützt sowohl die Mitglieder der dörflichen Basis- und Frauengruppen als auch Dorfautoritäten und lokale RegierungsvertreterInnen mit Weiterbildungen, Informations- und Sensibilisierungsarbeit sowie mit Beratung und Begleitung.

Bénéficiaires  : Sieben Basis- und Frauenorganisationen mit rund 2800 Mitgliedern und deren Familien

Activités
1) Ausbildung von Alphabetisierungslehrkräften : Die zukünftigen Lehrpersonen werden aus den Abschlussbesten der vorangegangenen Alphabetisierungskurse ausgewählt. 2) Weiterbildungen in organisatorischen, finanziellen und administrativen Führungskompetenzen : Die lokalen Basis- und Frauenorganisationen werden gestärkt und dazu befähigt, ihre Geschäfte autonom zu führen. 3) Weiterbildungen in der Ausarbeitung von lokalen Entwicklungsplänen und Dezentralisierungsmassnahmen sowie in der partizipativen Budgetierung von Gemeindeausgaben : Diese Weiterbildungen ermöglichen den Teilnehmenden, ihre Rollen und Verantwortlichkeiten im lokalen Entwicklungsprozess besser zu kennen und wahrzunehmen. 4) Spezielle Weiterbildungen für die Planung und Umsetzung von Gemeindeprojekten. 5) Förderung der Frauenbeteiligung in lokalen Entscheidungsgremien und in Entscheidungsprozessen : Die Frauen werden darin geschult, ihre Anliegen selbstbewusst vorzubringen und mit plausiblen Argumenten zu begründen. 6) Beratung im Bereich der transparenten Verwaltung von Gemeinde- Infrastrukturen wie zum Beispiel Wasserversorgungsanlagen, Gesundheits- und Gemeindezentren oder Schulen. 7) Unterstützung beim Aufbau einer Wertschöpfungskette durch die Verarbeitung von Milch zu Joghurt und Butteröl, durch praktische Schulungen in der

Partenaires  : Centre d’Études de Recherche et de Formation en Langues Africaines (CERFLA)

Budget 2016 : CHF 140 000.

Présentation : HEKS/EPER

Page publiée le 4 avril 2017, mise à jour le 14 avril 2018