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Universität zu Köln (2004)

Vegetationsmodellierung am Südrand des HohenAtlas, Marokko

OLDELAND Jens

Titre : Vegetationsmodellierung am Südrand des HohenAtlas, Marokko

Auteur : OLDELAND Jens

Université de soutenance : Universität zu Köln.

Grade : Diplomarbeit zur Erlangung des Grades eines Diplom-Biologen 2004

Résumé
Zusammenfassend betrachtet ist diese Diplomarbeit als sehr erfolgreich zu bezeichnen. Die Probleme mit denen man im Gelände konfrontiert wurde, waren eher förderlich als hinderlich, ließen sich doch aus den Verwechslungen der Arten oder aus der Orientierungsproblematik viel Erfahrung gewinnen, was in dieser Arbeit dem Leser ebenfalls mitgeteilt werden sollte. Die Hindernisse bei der Analyse zwangen immer andere Möglichkeiten zu testen und zu probieren um die Probleme dann doch noch meistern zu können. Betrachtet man noch einmal die Fragestellungen so lassen sich diese zufriedenstellend beantworten. Für die meisten Arten konnten die für die Verbreitung wichtigsten Variablen aufgezeigt werden. Manche Arten fanden sich durch sämtliche Validierungsmethoden belegt : statistisch, literarisch und aus der eigenen Beobachtung heraus. Dasselbe gilt für die herausgearbeiteten Vegetationseinheiten. Hier überraschte vor allem die Auftrennung der Steppenzone in zwei deutlich unterscheidbare Bereiche, den weniger gestörten Steppengürtel samt Reliktvegetation in Form der Halfagrassteppen, und den degradierten Macchien im Osten des Gebietes. Die Verbreitungsmuster der Arten und die Vegetationseinheiten ließen sich also aus einem Habitatmodell erfolgreich ableiten. Gleiches gilt für die Artenzusammensetzungen von Gesellschaften. Arten aus einer gleichen Vegetationseinheit, zeigten zum größten Teil identische bzw. bei einem Vergleich von Arten aus verschiedenen Einheiten eine deutlich verschiedenere Verbreitung auf. Die Frage ob sich Habitatmodelle als Methode für die Vorhersage von Arten in Trockengebieten eignet, kann mit einer Einschränkung bejaht werden. Denn die Methodik der Habitatmodelle ist komplex sowie aufwendig, und daher mit vielen methodischen Fallstricken besetzt. Dennoch ist sie sehr vielversprechend, wie an den Ergebnissen dieser Arbeit zu erkennen ist. Man sollte aber stets selber in die Datenaufnahme involviert sein, um später eventuelle Probleme wieder erkennen zu können, und um Natur nicht nur am Computer zu erfahren. Als letztes Schlusswort muss festgestellt werden, dass die Habitatmodellierung vor allem durch ihre Vielschichtigkeit und Komplexität eine faszinierende Methode darstellt, die in den kommenden Jahren mit hoher Wahrscheinlichkeit (Kappa=0,90 - ) eine wichtige Rolle im Naturschutz, wie auch in der Forschung spielen wird.

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Page publiée le 21 octobre 2017, mise à jour le 7 décembre 2017